Erstes Bild
Marktplatz mit Läden, hinten der Grundstock des Kirchturms mit großem Bogenportal. Boll und Frau kommen quer über den Markt. Boll (bleibt stehen): Immer noch leichter Nebel – eigentlich gar nicht unsympathisch, Martha – was? Frau Boll: Bis auf das Frösteln – und so – als wir Krönkhagen abfuhren, wurde es mir doch beinah ein ganz klein wenig zu frisch. Boll: Hast Recht, Martha – immerhin, sieh diese verwischte Perspektive, mags woll leiden – – es kann mehr dahinter stecken als man denkt, kann anders kommen als ausgemacht ist – und schließlich, was hat man auf die Dauer von dem flotten Lebenslauf mit garantiert ausgeschlossenen Beinbrüchen – wie sagst du, Martha? Frau Boll: Ich weiß es nicht und niemand kann wissen, wozu es gut sein mag, daß etwas anders kommt als man denkt, aber darum lege ichs noch lange nicht auf an und laß den Respekt vor mir selbst außer Acht – dazu versteh ich den lieben Gott viel zu gut, als wollt er wohl was anderes mit mir im Sinn haben, wie ich einsehn kann – nein – o nein! Boll: Na, da ist der Laden – Bierhals & Co.! Soll ichs riskieren, bei dem Fräulein wieder abzulaufen? Sie hat den Geschmack, du hast die Entscheidung und ich – wozu ich? Frau Boll: Du weißt doch, Kurt, irgendwas Passendes für Tante Emma zum Geburtstag müssen wir kramen. Boll: Ganz recht, Martha, der Fall ist so ein Fall und kann Kopf und Kragen kosten – und also, bei meiner Neigung