Chapter

I

Vor dem ›Gasthof zum Anker‹ am Markte standen der Ritterschaftsrat, der dicke Baron Brenkenhoff und der Wassergraf aus Freilehningen und waren neugierig, wie die Geschichte ablaufen würde. »So eine Zwangsversteigerung haben wir lange nicht gehabt«, sagte Baron Brenkenhoff, den erkalteten Zigarrenstummel im linken Mundwinkel, über dem sich der schwarzgefärbte, kurzgeschnittene Schnurrbart spitzte. »Das letztemal, es sind an die dreißig Jahre her, ja, so lange mag es her sein, da kam Burgersroda unter Subhasta, das dann der verrückte Zwiesel, der selige Simmens kaufte.« »Wir sind gedeckt«, erwiderte Herr von Protzen, der Ritterschaftsrat, ein kleiner, sehr beweglicher Mann, dessen Glieder außerordentlich locker in den Gelenken zu sitzen schienen, denn er zappelte beständig. »Bärwalde ist immer noch seine runde Million wert, und wir schließen mit viermalhundertachtzigtausend ab. Schlimmstenfalls beantrage ich Zwangsverwaltung.« »Will denn der Diesberg selber kommen?« fragte wieder der dicke Brenkenhoff und spuckte seinen schwarzen Zigarrenrest wie einen Priem nach Seemannsart auf das Pflaster. »Ich habe eigentlich geglaubt, du würdest ihm noch einmal aus der Bredouille helfen, Pakisch. Er ist doch sozusagen dein Schwiegersohn, sozusagen.« Der lange Graf Pakisch, den man den Wassergrafen nannte, weil er für die Kneippsche Heilmethode schwärmte, verzog keine Miene in seinem hageren,

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