Chapter

Kapitel 1: Suteminn.

Westlich von dem kleinen Ländchen Bellin lag der Zotzen. Es war das ein Wald, welcher zu der Zeit, von der wir erzählen, alle Erscheinungen eines nur wenig begangenen Urwaldes bot. Im Sommer, wenn die Strahlen der Sonne ihren Weg durch das dichte Laubwerk nahmen und von den golden und purpurn umsäumten Blättern zitternde Reflexe wie sprühende Karfunkel um die riesigen Stämme und das knorrige Geäste blitzten, herrschte hier ein gar reges, thierisches Leben, denn Bären, Wölfe, Luchse, Schweine, Hirsche, Rehe, Füchse, wilde Katzen und anderes Wild trieb zwischen den umgestürzten und modernden Bäumen oder in den von Besinggesträuch und Farrenkräutern verdeckten Vertiefungen sein Wesen, giftige Schlangen lauerten im tiefen, feuchten Moose, und es bedurfte wohl eines nicht gewöhnlichen Muthes, in diesen wilden Gründen dem edlen Waidwerke obzuliegen. Jetzt aber war es Winter; die mächtigen Eichen, Buchen und Rüstern streckten ihre Zweige entblättert in die Luft, und wenn auch eine Decke dichtliegenden Schnee's sich über die kahlen Wipfel und den hartgefrorenen Boden legte, konnte man doch leichter als zur schönen Jahreszeit den Wald passiren, da das dicht verschlungene Gewirr der Gesträuche der unerbittlichen Kälte hatte weichen müssen. Trat man auf der östlichen Seite aus dem Walde heraus, so gelangte man nach einer kurzen Wanderung über den Bruchboden nach dem Dorfe Dechtow, dessen

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