Achtzehntes Kapitel. Der Leithund
Achtzehntes Kapitel. Der Leithund. Das Geheimniß der Reise von Mothril nach Bordeaux war nun erklärt, und Aissa konnte dem Ritter nichts mehr über diesen Gegenstand mitzutheilen haben; doch es blieben für Beide viel wichtigere Dinge übrig: dies waren die tausend Liebesgeständnisse, die den Liebenden immer neu vorkommen, und die auch in der That für Agenor und Aissa um so neuer waren, als sie sich dieselben nie mit Muße gemacht hatten. Andererseits wußte Enrique von Transtamare den Plan seines Bruders, als ob ihm dieser Plan mitgetheilt worden wäre, und er ahnete zum Voraus die Antwort des Prinzen von Wales, als ob er dem Rath, der am andern Tag gehalten werden sollte, beigewohnt hätte. Ueberzeugt, Don Pedro würde die Unterstützung der Engländer erlangen, konnte er sich zu nichts Anderem entscheiden, als Bordeaux zu verlassen, ehe das Bündniß zwischen ihnen beschworen wäre; denn dann, sollte er erkannt werden, würde man ihn zum Kriegsgefangenen machen, und Don Pedro könnte wohl, um den Krieg mit einem Schlage zu beendigen, zudem raschen Mittel greisen, welches gegen seinen Bruder anzuwenden Enrique nur eine Berechnung des Ehrgeizes abgehalten hatte. Als der Prinz und der Ritter sich ihre Gedanken mitgetheilt hatten, als der eine, sich an die Klugheit des andern wendend, einen weisen Rath über den Entschluß, den er fassen sollte, erhalten, als nämlich Agenor Enrique aufgefordert