Verhaftung und Verhör
Er wurde auf der Station gefaßt. Er kaufte Lebensmittel bei den Händlerinnen auf. Er nahm die gewohnte Verhaftung heiter entgegen, zwinkerte dem grauen Mann mit dem Gewehr zu und fragte: »Wohin führst du mich, Genosse? In die Transporttscheka oder in die Gouvernementstscheka?« Der Soldat spuckte sogar aus: »So ein geriebener Bengel! Weiß genau Bescheid!« Man führte ihn in die Transporttscheka, dann in die Gouvernementstscheka. Dort saß er in Erwartung des Verhörs ruhig auf dem Fußboden. Beim Verhör gab er bereitwillig und guter Dinge Antwort: »Dein Name?« »Grigorij Iwanowitsch Peskow.« »Aus welchem Gouvernement?« Die Stimme des ihn verhörenden Kommandanten klang undeutlich, verächtlich. »Bin von weit her. Könnte den Weg zurück gar nicht mehr finden. Bin aus Iwanowo-Wosnessensk.« »Wie bist du nach Sibirien gekommen?« »Schönes Sibirien das! Bin schon viel weiter gewesen!« Dabei sah er stolz um sich und musterte die Anwesenden. »Ja, welcher Teufel hat dich denn aus Iwanowo-Wosnessensk hierhergebracht?« Er berichtigte gelassen: »Es war kein Teufel. Es war die Eisenbahn.« Das lustige Lachen der Soldaten und des Mannes, dessen Feder über das Papier knirschte, beantwortete er, indem er auf den Fußboden spuckte. »Die Amerikaner haben mich mit der Eisenbahn hergebracht. Sie haben viele Kinder mit Lehrern zur Erholung hierhergeschafft. Wird wohl das amerikanische Rote Kreuz gewesen sein.