Chapter

Erstes Kapitel beginnt langweilig.

Hat der geneigte und vielgeliebte Leser schon früher erfahren, was Langeweile ist? Es sollte uns freuen, wenn dem so wäre, aber außerordentlich schmerzen, wenn er die Bekanntschaft dieses fünften Elementes, wie jemand die Langeweile genannt, erst durch uns machen sollte. Wenn aber auch der geneigte Leser weiß, was Langeweile ist, so hat er sich doch vielleicht noch nie die Mühe gegeben, dieselbe gründlich zu studieren und in ihren Einzelheiten kennen zu lernen. O, es gibt unendlich viele Abarten von Langerweile! So haben wir die gewöhnliche hausbackene Langerweile, bei der man alt und dick werden kann; wir haben eine stille und sinnige Langeweile nach großen Diners zum Beispiel, die uns wohlthut und angenehm zur Siesta hinüberführt; – wir haben eine ungeduldige Langeweile, wenn wir zwischen vier kahlen Brandmauern auf jemand warten müssen; – wir haben eine beängstigende Langeweile, wenn uns das Krankenzimmer nicht losläßt, wenn draußen alles blüht und duftet, und wenn wir, wie der Bär in seinem Käfig, täglich vierhundertmal den Teppich von rechts nach links und dann wieder von links nachts rechts mit unseren Schritten messen; – wir haben eine tödliche Langeweile, eine ingrimmige, die mit den gefährlichsten Symptomen auftritt und sich vom krampfhaften Händeballen bis zu allerlei Schrecklichem steigern kann, die furchtbare Langeweile nämlich, die uns eine dicke, gemütliche,

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