Chapter

I. Der Orkan

An einem Novemberabend 1847 wurde die Stadt Batavia von einem jener furchtbaren Orkane heimgesucht, welche nur den indischen Meeren eigenthümlich sind und schon so oft die Insel Jana verheerten. Der Wind, der während des Tages nur heftig gewesen war, begann gegen 6 Uhr Abends in einzelnen Stößen zu stürmen. Das Meer wuchs und brach sich schäumend an dem Damme, der den Hafen bildet und ohne welchen Batavia nur eine Rhede haben würde. Wer noch keinen Orkan in Indien sah, weiß nicht was ein solcher zu bedeuten hat. Es ist eine Verbindung aller Elemente zur Vernichtung des Menschen und seiner Werke. Das Meer scheint die Städte verschlingen, der Wind sie in das Meer schleuderte zu wollen. Die Blitze sind nicht mehr einzelne Strahlen, sondern ganze Feuergarben. Um 9 Uhr Abends brach einer dieser Orkane in seiner ganzen Heftigkeit über Batavia aus. Der Wind heulte, knickte die höchsten Bäume, warf die Hütten der Neger nieder, hob die Bambusdächer von den Magazinen, bedeckte den Boden mit ihren Trümmern und spielte mit den stärksten Stämmen derselben, wie ein gewöhnlicher Wind mit einem Strohhalm. Das Schauspiel der Rhede war besonders entsetzlich. Wüthende Wogen, Häuserhoch, stürzten sich schäumend und heulend auf die Küste und glichen eben so vielen Ungeheuern mit aufgesperrten Rachen, bereit, die Arbeiter zu verschlingen, welche von dem Ufer die Gegenstände zu entfernen bemüht

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