Chapter

Der arme Raimondin

Der arme Raimondin Es war in der Zeit, als der große Revolutionskrieg in den Niederlanden eine für die deutschen Waffen günstigere Wendung zu nehmen schien, als eines Abends der würdige alte Rochus, ein Priester aus Aquiscinet, nach einem kleinen Walde ging, in welchem an diesem Tage die zu weit vorausgeschickte Vorwacht der Franzosen von einem Hinterhalte französischer Emigranten überfallen und nach starkem Widerstande teils getötet, teils gefangen worden war. Der Pater Rochus tat diesen Gang nach Anweisung eines Zettels, der ihm von einem französischen Offizier der siegenden Partei durch einen Bauern gebracht worden war und dessen Inhalt in folgenden Worten bestand: »Euer Hochwürden werden von einem Soldaten, der Ihnen vor einigen Tagen unter vielen andern beichtete und mit Gottes Gnade Ihre Ermahnungen zur Menschlichkeit in seinem ernsten Beruf nie wieder vergessen wird, dringend aufgefordert, heute abend noch in dem Wäldchen, wo wir heute das Gefecht bestanden, einen jungen feindlichen Soldaten aufsuchen zu lassen. Ich habe ihn verwundet in dem Gehölz links der Heerstraße einige hundert Schritte von der überschwemmten Torfgrube sinken sehen. Seine Gegenwehr war so verzweifelt, daß er mir die höchste Achtung einflößte, ich bot ihm vergebens die ehrenvollste Gefangenschaft an, endlich streckte ihn ein Schuß aus meinem Haufen nieder, welcher schon im Abzug begriffen war. Ich

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.