Chapter

Der Alte vom Berge

Im ganzen Gebirge galt der Name des Herrn Balthasar; denn jedes Kind kannte den reichen Mann und wußte von ihm zu erzählen. Alle Menschen liebten ihn aber und ehrten ihn auch, denn er war eben so gut, als vermögend, nur fürchteten sie sich ebenfalls vor ihm, denn er quälte sich und andere mit vielen Sonderbarkeiten, die keiner begriff, und seine Melankolie, sein schweigsamer Ernst drückte vorzüglich diejenigen, die ihn zunächst umgaben. Keiner hatte ihn seit vielen Jahren lächeln sehn, fast niemals verließ er sein großes Haus, welches oben über dem Gebirgstädtchen lag, dessen Häuser und Bewohner fast alle sein Eigenthum und ihm angehörig waren, weil er die Menschen zu seinen Fabriken, Bergwerken und Alaungruben herbei gezogen hatte. Dieser kleine Fleck des Landes war daher sehr bevölkert und von der größten Thätigkeit belebt. Maschinen arbeiteten und sausten, Wasser rauschten, Wagen und Pferde gingen und kamen, die Pochwerke lärmten: nur war durch die rauchenden Kohlen, die dampfenden Gruben und die schwarzen Schlacken, die weit umher in vielen Haufen hoch aufgethürmt lagen, die finstere abgelegene Gegend noch düsterer, und kein Reisender, der, um sich zu erfreuen, die Natur aufsuchte, mochte lange in diesem finstern Bezirke verweilen. Unter der großen Menge, welche durch die ausgebreitete Thätigkeit und vielfachen Geschäfte vom alten Balthasar abhängig waren, schien keiner das

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