Chapter

Ankunft in Munkeboda

Die Märzsonne beschien hell und klar die ganze lange Vorderseite des weißen Hauses und schien auch durch die weit offenstehenden Fenster mit den etwas grünlichen Fensterscheiben. In der halboffenen Hausthür stand Agnete und blinzelte unter dem frischgeplätteten Helgoländer Hut hervor, den sie heute zum erstenmal trug, während sie, bei dem kühlen Frühlingswind leicht zusammenschaudernd, das gestrickte wollene Tuch dicht um den Hals legte. Hierauf hob sie herzhaft mit beiden Händen das leichte Musselinkleid in die Höhe, das mit seinem großblumigen Muster auf helllila Grund schrecklich verblaßt aussah, was sie jetzt im Sonnenschein zum erstenmal entdeckte. Sie wollte nur in den Küchengarten hinuntergehen und nachsehen, ob sich nicht ein paar Schneeglöckchen fänden, die sie in Vetter Joachims Stube stellen könnte; die Kommode sah gar so kahl aus, nur mit dem weißen Tuch und dem Spiegel darauf. Und dann wolle sie, dachte sie weiter, indem sie über die hohen, noch fest gefrorenen Spargelbeete sprang, die zwei kleinen Lithographieen vom Kronprinzen und General Adlersparre, die man über der Truhe drunten im Wohnzimmer kaum bemerkte, an die Wand über seinem Bett hängen. Das schien ihr sehr passend für, das Zimmer eines Offiziers. Drin in der Küche vor dem offenen Herd stand Beate mit erhitztem Gesicht und buk mit größter Aufmerksamkeit »arme Ritter« zum Kaffee. Die mißratenen oder etwas

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