Chapter

Der alte Hammelmann

Das neugierige Auge des Reisenden, der zu seinem Vergnügen, oder aus langer Weile, oder auch nur weil es so Mode ist, die Welt durchzieht, findet allein diejenigen Gegenden schön, deren Anblick eine malerische Abwechslung mannigfaltiger Gegenstände darbietet, und für den allerreizendsten Aufenthalt erklärt er das rauhe Hochgebirg mit den kahlen Felsenhäuptern, wo oben der Schnee nie schmilzt, unten in den Thälern kaum der Haber »um Michaelis herum reif wird, und der Bauer kein Ackersmann, sondern: bloß ein Hirt ist. Darum besucht auch kein. Reisender das in der Ebene zwischen dem Abhang des Gebirges und dem Strom weit abseits von der Heerstraße gelegene Dörflein Moos; dagegen aber würde auch kein Bauer im Ort seine fruchtbaren Saatfelder, seine grünen Wiesen, seine Eichwälder und Erlengehölze mit der schönsten Felsengegend vertauschen mögen, sogar nicht einmal mit einem Rebgelände, obschon, er recht gern einen Schoppen Wein trinkt, wenn er ihn haben kann,« Und »der Bauer von Moos kann allerdings schon ein Schöpplein, sich gönnen; erntet er doch in einem Sommer von seinem Acker die menschennährende Frucht und Futterkraut für das liebe Vieh von seiner Wiese grüne Kost für Kühe und Rinder sammt reichlichem Wintervorrath an Heu, und von seinen Bäumen Obst aller Gattungen; seine Felder erzeugen den Hanf, den Weiber und Dirnen mit fleißigen Händen verarbeiten, bis er als Getuch den

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