Erstes Kapitel
»Denn die Gicht und Kugelsaat Seinen Rumpf zerwettert hat, Daß er nie mehr taugt zur See.« Altes Lied. »Donnerwetter!« »Du hast deine Geschichte mit einem Fluch angefangen,« ruft der Christ. »Du beginnst mit einem vulgären Ausdruck,« lispelt der junge Gentleman, der nur mit Entsetzen daran denken kann, man möchte ihn für gemein halten. Und leider muß ich selbst bekennen, daß ich meine Erzählung mit einem Plagiat eröffnete. Es thut mir leid, sehr leid, daß ich durch dieses Geständniß der Entdeckung von dreiundzwanzig Kritikern Vorgriff, die mit offenem Munde danach schnappen, um mir dieses Verbrechen zur Last legen zu können. 's ist freilich schnöde Abschreiberei, denn ich darf mich von der Schuld nicht freisprechen, daß ich sieben Novellen von größerer oder geringerer Bändezahl, drei Mährchen, zwei Balladen, dreizehn Theaterstücke und eine Predigt kenne, die genau in derselben Weise anfangen – des hinterlistigen Raubes gar nicht zu gedenken, den ich an den gewöhnlichen Redensarten des Tages begehe. Denn gebietet nicht der Gatte, der spät mit weinwarmem Kopfe nach Hause kommt und der zürnenden Stirne seiner zarteren Hälfte begegnet, während ihr der Vorwurf bereits auf der Lippe zittert, wie eine Biene im Blüthenkelche – gebietet er, sage ich, nicht mit dem baßtönigen Donnerwetter Halt – und hat er nach dieser glücklichen Einleitung seines Kapitels für alle Worte und Redensarten