Chapter

Olaf K. Abelsen

Mißmutig liege ich auf meinem harten Lager und starre auf die unverputzte Decke unseres Salons. Wenn ich von uns rede, dann sind damit folgende Personen gemeint: Erstens Gowin, der Mischling, der rätselhafte Bär. – Einoder zweimal am Tage poltert er mit scharrenden Tritten in den Salon, wirft vom Herd aus ein paar mißbilligende Blicke auf mich und beginnt zu kochen. Es ist für mich jedesmal ein Rätsel, wie der Kerl es anstellt, bei diesem Sauwetter da draußen etwas Eßbares aufzutreiben. Auf einem verbeulten Blechteller, der früher einmal der Deckel einer Keksdose gewesen ist, serviert er dann später mit einer so hoheitsvollen, manchmal auch verachtungsvollen Miene das Essen, daß ich mich oft des Eindrucks nicht erwehren kann, er wäre froh, wenn er mich draußen liegen gelassen hätte. – Aber darauf komme ich noch zu sprechen. – Vorerst möchte ich weiteres über das Essen sagen. Wenn es auch undefinierbar ist, was mir mein Küchenmeister mit herablassender Gebärde herüberreicht, – wenn ich auch oft den Eindruck habe, daß Gowin mich am liebsten mit der alten rostigen Bratpfanne erschlagen möchte, oder mir das Essen ins Gesicht schütten würde, – der Fraß schmeckt gut. – Ich weiß oft nicht, was ich esse, denn Gowin ist kein Europäer, er ist ein asiatischer Mischling – halb Mongole oder Chinese und halb Sibirier – und richtet sich bei der Herstellung der Speisen ausschließlich nach

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