Chapter

I.

Die kleine Denise de Verneuil hatte nur einen einzigen Wunsch: sie wollte einen Mann haben! Dieser Wunsch mochte komisch erscheinen bei einem Mädchen, das, kaum von den frommen Schwestern, wo es erzogen worden, in das Vaterhaus zurückgekehrt war. Aber die kleine schwarze Denise war schon von den ersten Kinderjahren ab ungeheuer entschieden gewesen; Vater wie Mutter hatten sie verwöhnt und ihr jede Bitte erfüllt. Als Denise beim Frühstück Herrn de Verneuil ihr Begehr aussprach, in dem Ton etwa, als hätte sie um ein Stück Brot gebeten, machte er zuerst ein erstauntes Gesicht. Dann fing er an zu lachen, und als er die traurige Miene seiner Tochter sah, die beleidigt zu sein schien, daß er ihre Bitte nicht ernst nahm, lachte er bis zu Tränen und steckte seine Frau an, daß auch sie schließlich das Taschentuch an die Augen hielt. Die kleine Denise war auch zu komisch mit ihrem Wunsch, daß sie einen Mann haben wollte, so etwa, als begehre sie eine Puppe zum Spielen. Und der Vater fragte sie, indem er abwechselnd seine Frau und seinen Sohn René listig ansah: »Sag' mal, mein Kind, was willst du denn damit anfangen?« Aber sie antwortete nur, sie wollte einen Mann haben. Als sie nach dem Frühstück einen Augenblick in ihr Zimmer gegangen war und die andern drei am Kamin saßen, in dem an dem regnerisch kühlen Herbsttage ein Feuer wohlig prasselte, sagte Herr de Verneuil, ein großer hagerer

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