Erster Aufzug
Der Reichstag zu Krakau Wenn der Vorhang aufgeht, sieht man die polnische Reichsversammlung in den großen Senatssaale sitzen. Die hinterste Tiefe des Theaters ist eine drei Stufen hohe Estrade, mit rotem Teppich belegt, worauf der königliche Thron, mit einem Himmel bedeckt; zu beiden Seiten hängen die Wappen von Polen und Litauen. Der König sitzt auf dem Thron, zu seiner Rechten und Linken auf der Estrade stehen die zehen Kronbeamten. Unter der Estrade zu beiden Seiten des Theaters sitzen die Bischöfe, Palatinen und Kastellanen mit bedecktem Haupt; hinter diesen stehen mit unbedecktem Haupt die Landboten in zwei Reihen, alle bewaffnet. Der Erzbischof von Gnesen, als der Primas des Reichs, sitzt dem Proszenium am nächsten, hinter ihm hält sein Kaplan ein goldenes Kreuz Erzbischof von Gnesen. So ist denn dieser stürmevolle Reichstag Zum guten Ende glücklich eingeleitet; König und Stände scheiden wohlgesinnt, Der Adel willigt ein, sich zu entwaffnen, Der widerspenstge Rokosz, sich zu lösen, Der König aber gibt sein heilig Wort, Abhülf zu leisten den gerechten Klagen, Nichts – – – – – – – – – Wies die pacta conventa mit sich bringen. Und nun im Innern Fried ist, können wir Die Augen auf das Ausland richten. – – – – – – – – – – Ist es der Wille der erlauchten Stände, Daß Prinz Demetrius, der Rußlands Krone In Anspruch nimmt als Iwans echter Sohn, Sich in den Schranken stelle, um