Chapter

Vorwort

Dieses Buch ist zuerst und vor allem geschrieben für dich. Für dich, der du mit den Augen der Jugend über alle bösen Zeiten hinweg noch frisch und unbekümmert in die Welt hinein schauen kannst; für dich, der du die Ferne noch blau und verlockend winken siehst; der du noch nie die Träume und Illusionen hast zerrinnen sehen über dem grauen Wirklichkeitslande, und der du nicht weißt, was es heißt, durch lange Jahre mit emsiger Geduld, und oft auch mit verbissener Wut, ein Luftschloß zu bauen aus Hoffnungen und Entwürfen, um sie am Ende zu begraben; so tief, ach Gott, so tief! Für dich vor allem habe ich dieses Buch geschrieben. Damit du daraus lernest? Ach, ich glaube nicht, daß man aus Büchern etwas lernen kann! Wenn ich mir jetzt, zum Schluß, diese Geschichten noch einmal ansehe, wenn ich bedenke, wie wirr und verworren es dabei zuweilen zugeht, wie da die Menschen auftauchen und wieder verschwinden, wie alles in flimmernder Bewegung ist und nichts sich gleich bleibt, als nur die aufreibende Unruhe, die rastlos vor sich selber davonläuft; und wenn ich mir die Menschen betrachte, die leichtsinnig und gedankenlos in den Tag hinein leben in dieser gefährlichen Unterwelt der Tagediebe und dabei ein leidliches Leben machen, und daneben die anderen, die ihr Lebtag nichts gekannt haben als Mühe und Arbeit und am Ende dennoch liegen geblieben sind am Wegrand des Lebens, so muß ich mich

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