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Das Zauberwasser

Das Zauberwasser Friedrich II. hatte Preußens Thron bestiegen. Seine Politik führte er nach den Satzungen des heute noch geheimnisvollen »Testaments des Großen Kurfürsten«. Zunächst richtete er sein Augenmerk auf einen Neutralitätsvertrag mit Frankreich. Zu diesem Zweck sandte er 1755 den Baron von Langenau nach Versailles, um Ludwig XV. für seine Pläne günstig zu stimmen. Der Baron war zwar noch jung, besaß aber das vollste Vertrauen seines Königs und sah auch seine Bemühungen von einem solchen Erfolg gekrönt, daß eine baldige Unterzeichnung des Vertrages in Aussicht stand. Heute war er wieder zu einem Empfang nach Versailles befohlen und deshalb zu Wagen von Paris herbeigekommen, um womöglich seine Aufgabe mit einer letzten Entscheidung zu Ende zu bringen. Er fuhr nicht bis an das Schloß selbst heran, sondern ließ bereits in ziemlicher Entfernung davon halten und stieg aus. Darauf begab er sich zu Fuß unbemerkt nach der Umzäunung des Parks und schritt an ihr entlang bis zu einer Pforte. Dort räusperte er sich halblaut. Sofort klirrte ein Schlüssel im Schloß; die Tür wurde von innen geöffnet, und er sah sich einer Dame gegenüber, deren Schönheit geeignet erschien, einen so außergewöhnlichen Schritt zu erklären. »Amély!« »Charles!« Er nahm ihre kleine Hand, bückte sich auf diese nieder und küßte zart die Fingerspitzen ihrer seidenen Handschuhe. »Tausend Dank, ma belle amie, daß

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