Der Tod des früheren Buschkleppers
Die Sonne war soeben hinter den schroffen, kahlen Bergen verschwunden, die das kleine Tal am Big Salt Bach von allen Seiten einschlossen. In diesem Tal, dessen fruchtbarer Boden zum Anbau von Getreide benutzt worden war, hauste seit etwa acht Jahren ganz allein ein weißhaariger, verwitterter Greis als menschenscheuer Einsiedler. Fred Summer hieß dieser Mann, der sich in diese Einsamkeit nach einem wild bewegten Leben zurückgezogen hatte. Vor vielen Jahren waren ihm Frau und Kinder, als er noch im Felsengebirge droben als Farmer und Fallensteller den harten Kampf ums Dasein gekämpft hatte, von Rothäuten erschlagen worden. Nur eine Tochter war ihm geblieben, und diese hatte jetzt den weiten Weg von San Francisco bis hier an die Ostseite der berüchtigten Llano Estacado nicht gescheut, um den Vater nochmals zu sehen, der sein Ende nahen fühlte und der Tochter noch einen letzten Brief durch zwei Trapper zugeschickt hatte, jene Brüder Trumm, die als »die beiden Trumms« im Wilden Westen bekannt und berühmt waren. Lydia Summer hatte auf ihrem verwegenen Ritt von Kalifornien bis nach Nordtexas mancherlei erlebt und verdankte ihre Rettung vor den ihr nachsetzenden Apachen nur dem langen Hilpray, einem erfahrenen Westläufer, der dann noch mit Felsenherz und dessen rotem Bruder Chokariga, dem Komanchenhäuptling, zusammengetroffen war. Heute an diesem sonnenklaren Augusttag, der sich soeben