Chapter

Die Vorgeschichte: Das verlorene Land

Im Walde stand ein feuerspeiender Berg, der seinen schwarzen, narbigen Kopf bis in den Himmel reckte und zu dessen Fuß Palmen wuchsen; es war in den warmen Jahrtausenden vor der Eiszeit, als der Sommer noch ewig währte. Am Tage sandte der Vulkan eine Rauchsäule zum Himmel hinauf, ungeheure Dämpfe, die sich mit den obersten Wolkenzinnen vermengten, des Nachts aber qualmte er wie ein blutiger Rachen, der über der Erde gähnte, und hin und wieder schleuderte er Flammen und glühende Steine zum Mond hinauf. Das war Gunung Api, der große Donnerer, der Vater des Feuers und Erdbebens. Zeitalter hindurch hatte der Berg so gestanden in luftiger Einsamkeit und auf dem Feuer in seinem Innern gekaut, hin und wieder von unterirdischem Getöse erzitternd, als ob er sich ganz solo belustigte. Selten aber ließ Gunung Api sich sehen, er umgab sich meistens mit einer Wolkenwelt, um allein zu sein, hüllte sich in Dunst und schlummerte. Es geschah jedoch, daß Gunung Api in sternenklaren Nächten die Dunkelheit von seinem Antlitz streifte, Asche in den Abgrund blies und den Krater und seine Lavabrust im Äther kühlte. Dann zeichnete sich ein gewaltiger Kegel am Nachthimmel ab, dessen Fuß über den halben Horizont reichte und dessen Gipfel zum Zenit strebte – Gunung Api entblößte sich vor dem Firmament und zeigte sich in seiner ganzen Größe. Und die Sterne breiteten sich vor ihm in leuchtenden

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