Chapter

Wie der Sohn geboren ward

In einer Winternacht gegen zwei Uhr morgens befielen die Gräfin d'Hérouville so heftige Schmerzen, daß sie trotz ihrer Unerfahrenheit ihre Niederkunft nahen fühlte. Der Instinkt läßt uns von jeder Veränderung Gutes hoffen, und er riet ihr, sich im Bette aufzurichten, — sei es um die Natur dieser neuen Schmerzen zu beobachten, sei es um ihre Lage zu überdenken. Sie war die Beute schrecklicher Beängstigungen, die weniger die Dualen einer ersten Niederkunft zur Ursache hatten, davor die meisten Frauen zurückschrecken, sondern die Gefahren, die das Kind erwarteten. Um ihren Gemahl nicht zu wecken, der an ihrer Seite schlief, ergriff die arme Frau Vorsichtsmaßregeln, so überängstlich wie ein Gefangener, der entfliehen will. Sie empfand nicht mehr die von Minute zu Minute heftiger werdenden Schmerzen, so sehr konzentrierte sie ihre Kräfte auf den peinvollen Versuch, ihre angstfeuchten Hände in das Kissen zu stützen, um den schmerzdurchwühlten Körper aufzurichten, da sie im Liegen ihre Widerstandskraft schwinden fühlte. Auf das leiseste Rauschen der riesigen grünen Steppdecke aus Moireseide, unter der sie seit ihrer Hochzeit so wenig geschlafen hatte, schrak sie zusammen, als ob sie eine Glocke berührt hätte. Sie beobachtete ihren Gatten voll ängstlicher Spannung und teilte ihre Aufmerksamkeit zwischen den Falten des grellen Stoffes und dem breiten, sonnverbrannten Gesicht, dessen

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.