Chapter

Erster Teil

Von Dr. Mabuse sprach eigentlich niemand mehr. Man hatte ihn in den vergangenen acht oder zehn Jahren vergessen. Die einzigen, die hin und wieder dem Namen begegneten, waren junge Kriminalisten; sie hörten ihn gelegentlich in Seminaren und Hörsälen, aber sie waren viel zu jung, als daß sie sich an die eigentlichen Mabuse-Jahre hätten erinnern können, und so blieb der Fall Mabuse für sie ein beinahe klassischer kriminalhistorischer Stoff, etwa wie Schinderhannes oder Marquise von Brinvilliers, nicht sehr interessant, aber doch wichtig, weil, wenn man Pech hatte, im Examen danach gefragt werden konnte. Sonderbar an dem Fall Mabuse erschien den jungen Leuten höchstens, daß in keinem Lehrbuch, in keinem Kollegheft stand, wie der große Verbrecher geendet hatte. Er war um das Jahr 1922 in fast allen großen Städten Europas verhängnisvoll tätig gewesen mit kriminellen hypnotischen Tricks, und es war ihm damals nicht gelungen, den Staatsanwalt Wenk zu erledigen. Na schön – und dann. Was war aus Mabuse geworden? War er im Bodensee ertrunken? War er im Zuchthaus gestorben? Kein Mensch schien Genaueres zu wissen. Die ganze Affäre Mabuse hatte noch heute, im Jahre 1931, etwas Rätselhaftes. Es war geradezu, als ob die Autoritäten sich schämten, die Wahrheit zu sagen. Oder als ob sie die Wahrheit nicht wüßten. Übrigens war die Unwissenheit nicht auf Studenten beschränkt. Kriminalkommissar

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.