Chapter

Einleitung

Vor einigen Jahrhunderten herrschte ein Fürst, Namens Schach Baham, in Indien. Er war ein Enkel jenes glorreichen Schach Niar, von dessen Heldenthaten man in Tausend und eine Nacht gelesen, und welcher sich unter anderen Dingen auch damit unterhielt, Frauen zu erdrosseln, sowie sich Märchen erzählen zu lassen. Es war derselbe Fürst, welcher der unvergleichlichen Scheherezade nur deshalb Gnade gewährte, weil sie so schöne Märchen zu erzählen verstand. Es mag wohl sein, dass Schach Baham es im Punkte der Ehre nicht sehr genau nahm, oder, dass seine Frauen in der That nicht mit ihren Negern schliefen, oder (was noch wahrscheinlicher ist), dass er davon nichts wusste, denn Schach Baham war, im Ganzen genommen, ein recht guter und bequemer Ehemann und hatte von Schach Niar nur die Tugenden und seine besondere Vorliebe für schöne Märchen geerbt. Man behauptet sogar, dass die Sammlung der Märchen der Scheherezade, welche der erlauchte Großvater Schach Bahams mit goldenen Lettern niederschreiben ließ, die einzigen waren, welche er selbst jemals zu lesen geruht hatte. Wie sehr auch mündliche Erzählungen den Geist bereichern, und so erhaben es auch sein mag, sich fremdes Wissen anzueignen, um daraus schöne Ideen zu schöpfen, so bleibt es dennoch gefährlich, nur Bücher dieser Art zu lesen. Es sind daher nur wirklich aufgeklärte Leute, welche über alle Vorurtheile hinweggehen, die Leere

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