I.
„Verzeihung, Arthur? Diese hast Du schwerlich nöthig,“ sagte die Dame mit kaltem Lächeln; „Du warst mündig und durftest wählen, wie es Dir beliebte, und wenn Deine Wahl meine Hoffnungen getäuscht und meine Absichten durchkreuzt hat, so ist das doch wohl kaum so wichtig, um dafür Verzeihung oder – wenn Du willst – meine Anerkennung nachzusuchen; diese habe ich Dir bereits gewährt.“ „Ich wünschte, Sie sagten dies mit mehr Herzlichkeit, Mutter,“ erwiderte Arthur ernst; „trotz der Freundlichkeit Ihrer Worte fühlt mein Herz frostig und schwer.“ „Beruhigen Sie Ihren Gatten, da die Worte seiner Mutter keine Macht über ihn haben,“ sagte die Mutter, noch immer mit demselben sonderbaren harten Lächeln, während sie sich zu einer hübschen jungen Frau wendete, welche furchtsam im Hintergrunde des Gemaches stand, und deren Hand sie ceremoniös erfaßte. „Es ist seine Liebe zu Ihnen, die ihn so zweifelhaft macht,“ stammelte die schöne Gattin, indem sie einen sanft klagenden Blick auf ihren Gemahl warf. „Ich forderte Sie auf, die Sache zu Ende zu bringen, nicht, mir die Ursache davon zu erklären,“ erwiderte die Dame. „Ich fürchte, Sie sind eben nicht von sonderlicher Fassungskraft. Sie kommen leicht in Verlegenheit und bedürfen der Selbstbeherrschung, sehe ich; auch erröthen Sie und Ihre Contur verliert an Grazie, während sie ungeschickte Anstrengungen machen, Entschuldigungen zu stammeln. Da