Chapter

Das schwarze Häuschen auf dem Moor

Mein Vater war ein Steinhauer. Sein Häuschen stand einsam in einem Moor, eine und eine halbe Meile weit von der nächsten Wohnung entfernt. Da wir sehr arm waren, hatte diese Wohnung, trotz ihrer einsamen Lage, doch eine große Anziehungskraft für uns, weil wir keinen Miethzins dafür zu bezahlen hatten. Hierzu kam noch, daß die Steine, durch deren Behauen mein Vater seinen Unterhalt gewann, alle um ihn herum, so bequem vor seiner Thüre, lagen, daß er seine Lage, so einsam sie war, fast für beneidenswerth hielt. Ich kann nicht sagen, daß ich darin mit ihm übereinstimmte, obschon ich mich niemals beklagte. Ich liebte meinen Vater und der Gedanke, ihm nützlich zu sein, machte mir die Einsamkeit erträglich. Mrs. Knifton unsere Gutsherrin, wünschte mich, als sie heirathete, in ihren Dienst zu nehmen; aber ich lehnte es — ungern genug — um meines Vaters willen ab. Wenn ich fortgegangen wäre, so hätte er Niemand bei sich gehabt und meine Mutter hatte mir auf ihrem Todesbette das Versprechen abgenommen, daß ich ihn mitten auf dem traurigen Moor nicht allein lassen wollte. Unser Haus war trotz seiner Kleinheit aus Steinen des Moors fest gebaut und wohl verwahrt. Die Wände waren außen und innen mit Holz verkleidet, das Mrs. Kniftons Vater meinem Vater zum Geschenk gemacht hatte. Dieser doppelte Schutz war in unserer ausgesetzten Lage zur Abhaltung der kalten Winde, welche das ganze Jahr

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