Chapter

Das schnellste Schiff der Flotte

(aus »Schullengrieper und Tungenkniever«) Eben nach Ostern war es, zwölf Wochen vor Karkmeß, dem großen Sonnwendtage der Finkenwärder Fischerei, der ihr A und O, den kleinen schwarznasigen H.F.l und den großen weißstevigen Kutter H.F.270, auf dem Köhlfleet und auf den Schallen zusammenführt. Da ging der Seefischer Geerd den hohen, schmalen Süderdeich entlang und ärgerte sich, als er sah, daß an den Gräben zwischen den Reetstoppeln schon die gelben Kuhblumen blühten; denn wenn die blühten, war das Elbwasser nach der Ansicht der Reisenkäufer gewöhnlich schon so warm, daß die Schollen an den Brücken zu St. Pauli und Altona nicht mehr leben konnten; sie mußten schon bei Blankenese aus dem Bünn geketschert werden. Das gab nicht bloß große Arbeit, denn die Schollen mußten auf Deck ausgebreitet und durch Segel und Lappen vor den Sonnenstrahlen geschützt werden, sondern tat auch Schaden, denn die Hökerweiber wollten mit den toten Klapperschollen am andern Morgen auch ungefähr umsonst absingen. – Darauf aber, nach einer Biegung des Deiches, kriegte der Fischer die Werft von Barthold in Sicht und freute sich, als er wahrnahm, daß eine kleine Buttjolle das einzige Fahrzeug war, das auf den Hell'gen saß, denn wenn der Baas nicht mehr um die Hand hatte, konnte er ja gleich Hobel und Beitel für ihn scharf machen. Gesa, die rundliche Frau des Schiffszimmerbaases, nötigte ihn freundlich in die

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