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I. Unter dem Maienhimmel von 1882, der über Göttingens Giebeln blaute, im Sonnengold über dem holprigen Pflaster, sah man von dem heißen Tagesschein außen durch die offene Tür den Saal der »Alten Fink« nur im Dämmerschatten. Ein kühler Hauch von Bier, ein Strom von Zigarrendampf flutete heraus. In seinem Nebel leuchteten innen hundert und mehr bunte Korpsmützen. Der C. C. des Hohen Kösener an der Georgia Augusta saß beim Frühschoppen. Der junge Mann, der unentschlossen am Eingang stand, hielt einen vorbeieilenden Korpsfex fest. Zufällig war das gerade der dienstbare Geist der »Cimbria«, die jener suchte. Jawohl: – das Korps saß ganz dort hinten in der Ecke. Das mit den gelben Mützen ... Der junge Fremde schaute in den Qualm des Vierhocks. »Oh – ich sehe, es sind zu viel Leute da«, sagte er. »Geben Sie, bitte, dem Herrn Studenten von Pritzig unterdessen meine Karte. Ich will ihm lieber später in seinem Heim einen Besuch machen!« Er war kaum zwanzig. Groß, frisch, blond, mit freimütigen blauen Augen und kaum erst sprossendem Bärtchen auf der Oberlippe. Er hatte noch etwas Knabenhaftes, das an einen treuherzigen jungen Neufundländer erinnerte. Der großkarierte Anzug, die hellzitronenfarbenen Schnürschuhe, der weißgraue, breitrandige Filzhut hoben ihn, in der prallen Sonne von einem fremdartigen Licht umflossen, aus dem gemütlichen Alltag der kleinen Musenstadt. Der Fex lief zum