Das Schauerbett
Nie hat mir ein Portrait in Bezug auf das »Treffen« so viel zu schaffen gemacht, wie das eines gewissen Herrn Faulkner, eines Engländers. Hinsichtlich der Zeichnung und des Kolorits fand ich an meinem Bilde nichts Erhebliches auszusetzen, aber ich hatte den Gesichtsausdruck des Originals nicht getroffen, und an diesem Fehler trug er selbst eben so viel Schuld als ich. Mr. Faulkner hatte es sich, wie viele Andere, die ich in meinem Leben porträtiert habe, in den Kopf gesetzt, daß er, um getroffen zu werden, sein Gesicht in ganz besondere Falten legen müsse, und daher kam es denn, daß er, als ich ihn malte, sie so unähnlich sah als nur möglich. Ich hatte es zwar versucht, seine, Aufmerksamkeit von seinem Gesicht abzulenken, indem ich mit ihm über allerhand Dinge sprach, denn wir waren viel zusammen gereist und es fehlte uns daher nie an Stoff zur Unterhaltung; aber wenn auch im Eifer des Gesprächs der unselige steife Ausdruck auf kurze Zeit von seinem Antlitz verschwand, immer derselbe gerade in dem Augenblicke zurück, wo mir am meisten darum zu thun gewesen wäre, ihn nicht wieder erscheinen zu sehen. Dieses Hindernis für eine befriedigende Lösung meiner Aufgabe war mir um so unangenehmer, als Mr. Faulkner sich einer sehr interessanten Physiognomie erfreute, die ich leider, da ich kein Schriftsteller bin, nicht zu beschreiben vermag, Endlich gelang es mir aber doch ihn zu