Vorwort des Herausgebers
Das Recht auf Faulheit. Von Paul Lafargue. Aus dem Französischen. Motto (für die deutsche Ausgabe): Laßt uns faul in allen Sachen, Nur nicht faul zu Lieb’ und Wein, Nur nicht faul zur Faulheit sein! G. E. Lessing. Hottingen-Zürich. Schweizerische Genossenschaftsbuchdruckerei. 1884. Als ich mich seinerzeit entschloß, die vorliegende kleine Schrift meines Freundes Lafargue den deutschen Arbeitern zu unterbreiten, – sie erschien zuerst als Feuilleton im „Sozialdemokrat" – da ward mir von verschiedenen Seiten die Befürchtung geäußert, sie werde mißverstanden werden, der Titel allein genüge, böses Blut zu machen, und Anderes mehr. Indeß, diese Furcht stellte sich als unbegründet heraus, es liefen keine Reklamationen ein, vielmehr fanden die Artikel soviel Anklang, daß die Herausgabe des Ganzen in Broschürenform wünschenswerth erschien. Diese deutsche Uebersetzung ist nicht ganz wörtlich. Im Einverständniß mit dem Verfasser sind einige nicht unbedingt zum Thema gehörige und nur für französische Leser verständliche Sätze fortgeblieben, während an anderen Stellen auf deutsche Verhältnisse passende Einschaltungen vorgenommen, deutsche Persönlichkeiten an Stelle französischer zur Exemplifizirung benutzt wurden. Nur so war es möglich, der Schrift den Charakter der Satire zu erhalten. Auch die Kapiteleintheilung ist eine andere als die des Originals. Im Uebrigen seien hier die Worte