Chapter

Das Tor

Wenn ich das Gelände »Zeit« überblicke, mit seinen schroffen und sanften Hügeln und seinen verschiedentlichen Abgründen, wenn ich dieses Stück geistig-körperliches Land übersehe, durch das ich bis zu diesen Stunden der Niederschrift meines bisherigen Lebens gegangen bin, so wird alles, was ich an Leid und Mißgunst, Glück und Freude auf diesem Wege erfahren habe, wieder lebendig und füllt mir die Seele aufs neue mit traurigen oder frohen Bildern. Manches davon erscheint mir nun lächerlich klein und kaum erwähnenswert, was mir damals, als es geschah, riesengroß vorkam, beinahe zu schwer für die Kraft menschlichen Erduldens. Anderes wieder wächst immer größer vor mir auf, überwuchtet mich allein mit seiner erinnernden Erscheinung, die mir damals etwas Selbstverständliches und Alltägliches war. Solches geschient mir vor allem, wenn ich meiner Eltern gedenke. Mit jedem Tage treten sie und ihr Leben, das zu einem kleinen Teil auch das meine war, sichtbarer und plastischer aus dem Dunkel des Todes. Und mit jeder Sekunde meines Weiterlebens wird es mir stärker bewußt, wie tief und fest ich in ihrem entschwundenen Dasein verankert bin. Das Geschehen meiner Erscheinung ist nur Spiegelung ihres Wesens; tritt es auch oft verzerrt wie aus einem Hohlspiegel entgegen, so ist es doch ein Bild von dem Bilde, das sie einst der Welt gaben. Und dann: aus ihrem Elend wuchs meine Not, aus ihrem

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.