Chapter

Das Rätsel von Paragwana

1. Kapitel. Doktor Bemols Beobachtungen. Benares oder Waranasi, die heiligste Stadt Indiens, am linken Ufer des heiligen Ganges gelegen, beherbergte den furchtbarsten aller Gäste: die Pest! Wer von Europäern und den zahlreichen wohlhabenden Indern irgendwie die Stadt verlassen konnte, floh nach Norden in die Vorberge des Himalaya-Gebirges, dessen kühle Täler der Würgeengel zu meiden pflegte. Trotz dieser Massenflucht und obwohl alle Touristen jetzt Benares ängstlich mieden, ankerte im Ganges etwas außerhalb der Stadt unweit der großen Eisenbahnbrücke eine weiße Motorjacht mit zwei Masten, die vor zwei Tagen von Kalkutta stromaufwärts gekommen war. Zu beiden Seiten ihres scharfen Bugs leuchtete in vergoldeten Buchstaben der Name Atlanta. Sie gehörte dem Engländer Bansy, der gleichzeitig ihr Kapitän war und der sie jetzt seit Monaten an den Liebhaberdetektiv Harald Harst vermietet hatte. — Es war um die zehnte Vormittagsstunde. Harst und ich, sein Freund und Privatsekretär, hatten eben unter dem Sonnensegel auf dem Achterdeck gefrühstückt. Unser Koch Hull räumte das Geschirr ab. »Hull, haben Sie bereits die übliche Tablette genommen?« fragte Harald ihn. »Sehr wohl, Master.« Diese Tabletten waren neben größter Sauberkeit ein gutes Schutzmittel gegen die Pest, obwohl sie bei jedem gewisse Störungen der Sehnerven hervorriefen und auch sonst das Allgemeinbefinden nachteilig

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