Chapter

Erstes Kapitel

Noch ist man unweit von der Stadt und schon befindet man sich mitten in einer Wildnis. Man hat die letzten prunkenden Villen mit staunendem Auge gesehen, ist auf schwankender elender Fähre über den Strom gefahren, ist an einzelnen Pächtershäusern vorübergekommen und an Gärten mit kleinen hölzernen Hütten; über den Weiden des Stromes winkten noch von der Ferne die Spitzen der Kirchtürme. Jetzt gelangt man auf schmalem, brüchigem Stege, besser gesagt mittels einiger auf faulenden Pfosten liegender Bretter über das tief eingeschnittene Bett eines Bächleins, das sich hier in den Strom ergießt, und urplötzlich befindet man sich in einer Wildnis, die selten der Fuß eines Menschen betritt. Doch halt, noch immer führt ein schmaler Pfad durch die dicht verschlungenen, überhängenden Weidengebüsche, ein reinliches Wegchen aus feinem Flußsande. Also müssen hier auch Menschen sein. Vermutlich Fischer, die hin und wieder den Strom nach Beute durchsuchen. – Von der Stadt ist nun jede Spur verschwunden, kein Haus, kein Turm, kein Lärm, keine Sirene, kein Mensch. Alles still, bis auf das Rauschen des Wassers und das Krächzen eines Hähers. Zur Linken gewinnt der tiefliegende Boden – man geht wie über einen schmalen Damm – ein verändertes Aussehen. Unter den hohen Weiden wächst dichter Schilf, eine Wirrnis von Wasserpflanzen. Es muß hier Wasser sein. Und in der Tat, man geht über einen Damm, der

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