Chapter

1. Kapitel. Im Dschebel Achdar

Im Dschebel Achdar. Der einem Engpaß ähnliche Bergpfad erweiterte sich plötzlich zu einer großen Felsterrasse, von der aus man über den stufenartigen Nordabfall des Dschebel (Dschebel, Gebirge, Höhenzug) Achdar hinweg in der Ferne die von der Mittagssonne hell beschienene Fläche des Persischen Meerbusens überschauen konnte, während mehr zur Rechten die hellen Baulichkeiten und die Kuppeln der Moscheen von Maskat, der Hauptstadt des Sultanats Oman, deutlich zu sehen waren. Drei Reiter machten auf dieser Felsterrasse, die völlig im Schatten lag, halt, stiegen von den Pferden und nahmen die mit Nackenschleiern versehenen Tropenhelme ab, um sich von dem kühlen Seewind die schweißbedeckten Stirnen trocknen zu lassen. „Schade, daß wir morgen wieder von hier fortmüssen. Dort im Hafen von Maskat liegt schon der Dampfer, der uns zunächst bis Basra bringen wird, von wo wir dann den Tigris flußaufwärts nach Bagdad gelangen werden.“ – Der, der dies im Tone leisen Bedauerns sagte, war ein eben erst dem Knabenalter entwachsener, schlanker Jüngling namens Heinz Brennert, ein Neffe des reichen Chemikers Doktor Wallner, der sich soeben behaglich eine Zigarre anzündete und dann seinem jungen Verwandten erwiderte: „Wir kennen nun ein gut Stück Arabien, mein lieber Heinz. Geben wir uns damit zufrieden. Auch eine Vergnügungsreise muß mal ein Ende haben. Bedenke außerdem, daß wir auf der Fahrt von

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