Das Rätsel der Spielkarten
1. Kapitel. Drei Spielkarten. Vor der Villa des Kommerzienrats Walldorf, die dieser an eine alte Engländerin zum Teil vermietet hat, schlendern wir auf der anderen Straßenseite auf und ab … Tot und still liegt die vornehme Villenstraße da … Die Augustnacht breitet ihre feuchten Fittiche über die Kolonie der Reichen aus – über den Grunewald … Wenige Minuten schlendern wir so … Ein Auto naht, hält … Das junge Paar, das soeben von der Hochzeitstafel kommt, betritt das neue Heim im ersten Stock der Villa: Theo von Balkwitz und Erika, geb. Walldorf. Oben werden alle Räume hell … Werden bald wieder dunkel … Die Nacht schweigt … Die Liebe feiert ihr schönstes Fest … »Mögen sie glücklich werden,« sagte Harald und zieht mich mit sich fort … In der nahen Bismarck-Allee treffen wir ein leeres Mietauto … Steigen ein … – – So etwa schrieb ich am Schluß des vorigen Bandes. Der Leser besinnt sich: Eva, die Sünde …! Die aschblonde Eva Larda, ein Satan in Weibsgestalt, Abenteurerin1 ganz großen Stils, Mörderin, ohne Erbarmen … Hatte die Freundin und Helfershelferin beseitigt, hatte die wertvollsten Hochzeitsgeschenke aus der Walldorfschen Wohnung, Uhlandstraße 18, unter unseren Augen gestohlen und die Beute dann im Heim des jungen Paares aus Eifersucht als ehemalige Geliebte Theo von Balkwitz’ nebst anderem als niederträchtige Überraschung aufgebaut … Nebst anderem: Liebesbriefen von einst,