1. Kapitel. John Laccemoor
Wir waren in Japan. Wir hatten uns Tokio gründlich angesehen, waren wieder nach Nagasaki zurückgekehrt und hörten hier, daß die Motorjacht Rania Maru inzwischen von dem amerikanischen Milliardär Pierpont Narrow angekauft worden war. Die Rania Maru hatte ihre Geschichte. Mit einem toten Zigeuner fing sie an, und mit Harakiri endete diese Geschichte. Das alles steht im vorigen Band. Wir trafen am Kai in Nagasaki Landsmann Schlenter, den Kapitän der Rania Maru. Der erzählte uns sofort, daß die Jacht nun in anderen Besitz übergegangen sei. »Ihre Koffer sind noch an Bord, meine Herren. Narrow legt Wert darauf, daß Sie die Koffer persönlich holen. Weshalb weiß ich nicht. Er hat die ganze Besatzung mit übernommen, mich eingerechnet. Mir soll’s recht sein. Er bezahlt anständig.« Schlenter hatte den Motorkutter der Jacht am Kai bereit. Die Rania Maru lag weiter draußen vor Anker. Als wir an Bord kamen, war es acht Uhr abends. Wir ahnten nicht, daß wir eine Viertelstunde später eine Geschichte hören sollten, die noch weit merkwürdiger war als die des toten Zigeuners. Narrow, ein Witwer von einigen fünfzig Jahren, empfing uns überaus liebenswürdig. Er saß gerade mit seinem Privatsekretär John Laccemoor bei der Arbeit, das heißt, er diktierte Briefe, Depeschen und ließ seine Milliarden eben wie ein Heer zum Kampf aufmarschieren. Wir mußten Platz nehmen. »Warten Sie einen Augenblick. Ich