Chapter

Kapitel 1

Überwältigend schön war die Lage des Pfarrhofes von Skalunga. Eine lange Bergwand stieg vom Fluß in der Tiefe bis zu den Wolken empor, und hoch oben nahe dem Gipfel, oberhalb des Dorfes und seiner schlichten Kirche lag das Pfarrhaus. Der Weg zu ihm hinauf war steil, vom Dorfe zu seinen Füßen an geradezu abschüssig. An die Bergwand gelehnt, erhob sich hinter der Kirche und dem Pfarrhofe das Wohnhaus, dessen Grund sich etwa in gleicher Höhe mit dem Kreuz auf der Kirchturmspitze befand. Es war ein wetterfestes Gebäude, geräumig und wohnlich; als es erbaut wurde, hatte der Boden in jener damals dünn bevölkerten Gegend nichts gekostet, und Bauholz gab es im Überfluß in den Siebenmeilenwäldern rings umher. Ein geräumiges Wohnhaus war in diesen Bergen allerdings notwendig, damit der Pastor Reisende beherbergen konnte; denn es war weit bis zum nächsten Gasthof. Jetzt war die Gegend dichter bevölkert, das Land besser bestellt, und das Dorf um die Kirche hatte sich bedeutend vergrößert. Es gab sogar ein Wirtshaus dort, so daß man die Gastlichkeit des Pfarrhauses weniger in Anspruch zu nehmen brauchte. Von seinen Fenstern hatte der Pastor die Aussicht auf seine Kirche und die Hälfte seiner weit ausgedehnten Gemeinde. Wenn er deren andere Hälfte überblicken wollte, mußte er den steilen Abhang hinaufsteigen, der oberhalb seines Hauses nach dem Skalungaer Höhenzug führte. Hier oben bot sich

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