Chapter

An meine Leser!

[Vorrede zur zweiten Auflage.] Ich schreibe so ungern eine Vorrede, weil sie meistens überschlagen, selten gelesen wird! Bey der zweyten Auflage dieses Werkchens halte ich es aber doch für Pflicht, Ihnen nur einige Worte zu sagen, und an's Herz zu legen. Der schnelle Abgang der ersten Auflage dieser Geschichte ist mir der deutlichste Beweis, daß man dieselbe gern und häufig las; ich danke Ihnen für diesen Beyfall auf's Wärmste, wünsche aber auch herzlich, daß die Absicht, welche der Endzweck meiner ganzen Arbeit war, dabey nicht verkannt, von Mancher und Manchen benuzt werde! Ich wollte Ihnen nämlich anschauend zeigen, wie jede menschliche Leidenschaft, wenn sie gewartet und gepflegt wird, zur Riesengröße empor wächst, wie sie stufenweise zur furchtbaren Höhe aufsteigt, wie sie endlich, um ihren Endzweck zu erreichen, menschliche und göttliche Gesetze mit Füssen tritt, und wie leicht ein einziger Fehler zur unnennbaren Menge von Lastern führen kann! Ich wählte und schilderte absichtlich die Folgen einer zügellosen Wollust, weil sie das Lieblingslaster unsers Zeitalters ist; ich ließ Geister und Teufel in meiner Geschichte auftreten, weil Erfahrung mich belehrte, daß alle dergleichen Geschichten etwas Anziehendes für die menschliche Einbildungskraft haben, und ich gern häufig gelesen zu werden wünschte, um häufig nützen und bessern zu können. Wohl mir, wenn hie und da ein

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.