Ankunft in Malabar
Endlich stieg ein Matrose empor und grüßte Hindostan, das Paradies der Liebe. Die ganze Schiffsgesellschaft jubelte vor Vergnügen. Niemand aber fühlte die Freude, die sich in der Brust der geistreichen Camilla regte. Sie sah die Küste der Freiheit, und obschon sie sogar auch in England frei gewesen war, denn es gibt keine Ketten für eine Sekte, die sich von allen Vorurteilen losgemacht hat, so wurde doch ihr Betragen dort mehr geduldet als gebilligt. Sie war von der Rechtmäßigkeit ihrer Ansprüche zu gewiß überzeugt, um sie den Launen ihrer Landsleute zu opfern; Camilla wünschte sich aber auch den Beifall und die Achtung ihrer Nachbarn zu erhalten. Das Kind, das sie in den Armen trug, würde ihr in England alle Türen verschlossen haben, in Kalekut aber war es eine Empfehlung, ein Paß, von der Natur selbst unterzeichnet. Die Bereitwilligkeit eines verliebten Mädchens ist lobenswürdig, sie bleibt aber doch nur eine Freiwillige. Die Mutter aber ist in Diensten des Staats schon mit Lorbeeren gekrönt. Camilla drückte das Kind der Liebe an ihren Busen und fühlte zum ersten Male vollkommen, wie süß es ist, Mutter zu sein. Die Schiffe im Hafen zu Kalekut begrüßten den Prinzen und verkündigten seine Zurückkunft nach seiner Mutterstadt. Firnos stieg unter den frohlockenden Zurufen seiner Landsleute ans Land; aber sowohl seine Großmutter als sein Oheim waren zu Virnapor. Der alte