Chapter

Das Paradies der Enterbten

Chuburs braune Gaunervisage lockt mit verheißungsvollem Grinsen... » Große Brigg, El Gento...« wiederholte er eindringlich. » Schon lohnen Fahrt dorthin... Liegen an Westseite von Satans-Insel hinter Klippen... Fahren mit, El Gento?« Was soll ich mich sträuben?! Das Leben den Lebenden! Ich werde Coy auch betrauern können, wenn mir der Wind um die Ohren heult und die Spritzer über Bord fliegen. » Ich komme...« Vieler Vorbereitungen bedarf es nicht. Ich hole Büchse, Pistole, Fernglas und Gummimantel... Der Gummimantel sieht aus wie ein vielfach geflickter Luftschlauch. Hier an der einsamen Gallegos-Bucht inmitten meiner Araukaner-Kolonie treiben wir keinen Luxus. Die südlichste Ecke Südamerikas ist fernes Land. Wer kümmert sich um Steppengras, Felsen und Inseln?! Das Boot gleitet davon, das Großsegel knallt im Winde, bläht sich, und ich lege das Steuer herum. Wir sind acht Mann an Bord. Chubur, reinblütiger Indianer, dazu sechs andere, sämtlich meine Freunde. Ich habe ja nur noch diese Heimat hier: Die einsame Siedlung am Gallegos. Das große, plumpe Boot schießt rauschend durch grüne Wogen. Die Sonne brennt, und der schmale Schatten des Fahrzeugs läuft neben uns her. Kanal auf Kanal zwischen hohen Felsenmauern entschwindet. Auf den Riffen liegen die Seehunde, plumpsen ins Wasser, tauchen wieder auf. Mövenschrei begleitet uns, und die Stunden zerrinnen zu ungewisser Zeitspanne.

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