Chapter

Das leere Haus

Im Frühling des Jahres 1894 war das gesamte London neugierig und die Oberschicht in der ganzen Welt bestürzt über den Mord am ehrenwerten Ronald Adair, der unter den ungewöhnlichsten und rätselhaftesten Umständen zu Tode kam. Die Öffentlichkeit hat die Einzelheiten der Tat, die bei den Ermittlungen der Polizei zu Tage kamen, schon erfahren. Ein Teil wurde trotzdem geheim gehalten, da die Beweise so erdrückend waren, daß es nicht nötig gewesen war, alle Fakten preiszugeben. Erst heute, nach fast zehn Jahren, darf ich die fehlenden Glieder ergänzen, die eine überaus bemerkenswerte Kette bilden. Das Verbrechen war für sich genommen schon von Interesse, aber für mich war das gar nichts, wenn man es mit den unfaßbaren Folgeereignissen vergleicht, die mir den größten Schock und Überraschung meines abenteuerlichen Lebens bereiteten. Selbst heute, nach so langer Zeit, fühle ich noch die gleiche Spannung wenn ich zurückdenke und auch die plötzlich hereinbrechende Freude, Erstaunen und Ungläubigkeit, die über mich gekommen waren. Der Öffentlichkeit, die einiges Interesse an den Eindrücken, die ich ihr von Zeit zu Zeit über die Gedanken und Vorhaben eines gewissen Jemands gewährte, will ich sagen, daß es nicht an mir lag, daß ich mein Wissen nicht mitteilte. Denn ich hätte es als meine erste Pflicht angesehen, eben das zu tun, hätte mich ein Verbot aus seinem Munde nicht daran gehindert,

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