Die Krabben
Die Mittel und Wege der Krabben zum Beute-Erwerbe und zum Schutze des eigenen Lebens. – Inniges Freundschaftsverhältnis zwischen Einsiedlerkrebs und Seerose. Das Leben und Treiben der Landthiere, insbesondere der Insecten, verbirgt sich, wie Jedermann weiß und wie auch an dieser Stelle bereits wiederholt besprochen worden, vielfach unseren Blicken. Aber eine noch größere Fülle ganz versteckten Lebens birgt der Grund des Meeres. Auch hierüber ist den Lesern der „Gartenlaube“ schon eine Reihe fesselnder Artikel geboten worden, allein die nachfolgende, durchaus auf wissenschaftlichen Studien beruhende Darstellung wird ihnen das Thema erweitert und von neuen Gesichtspunkten aus vorführen. Während auf der Oberfläche und in der Tiefe des Wassers sich zahllose Fische umher tummeln, bald andere verfolgen, bald vor den stärkeren fliehen, während die Polypen an den Felsenklippen umhersuchen, um in Ritzen und Löchern irgend eine Krabbe ausfindig zu machen, und während endlich unzählige durchsichtige Geschöpfe, die Nachts bei Berührung in Feuer geballt scheinen, alle Schichten des Meeres bevölkern, glaubt man auf dem Grunde oft nur Seepflanzen und Steine, aber kein thierisches Wesen finden zu können. Weit gefehlt! Sobald man die scheinbar unwirthbaren Sand- und Schlammmassen durchwühlt, belebt sich der ganze Boden. Nach allen Seiten suchen ungeahnte aufgescheuchte Räuber, welche hier auf