Das kommt vom Sekt!
Ich sitze still verträumt in meiner Klause, Die Frühlingssonne goldne Fäden spinnt, Kein Laut im kühlen, laubumrankten Hause, Mit Blatt und Blüten schmeichelnd spielt der Wind. Da horch, ein Tritt … Es läutet: »Guten Morgen! Ein Postpaket!« … An mich? Was mag das sein? Die Hülle ab! – In weichem Stroh geborgen Grüßt froh mich der Champagne Perlenwein! Wer ist der Freund, der mir solch Labsal spendet? Trotz Grübelns bleib ich völlig ungewiß, – Vielleicht daß »er«, der mir den Sekt gesendet, Am Ende feminini generis? Die Handschrift der Adresse bleibt verdächtig … Der Teufel hol's, ich bring es nicht heraus! Sei's wer es sei, die Gabe freut mich mächtig Als seltner Luxus im Poetenhaus. Mit Vorsicht sollt' ich zwar den Trunk genießen, Denn ich vertrage schlecht den Alkohol, Doch will ich heut die Nase mir begießen Auf des Anonymus verehrtes Wohl. Ein Knall! Zur Decke springt erlöst der Pfropfen Und saust ins Tintenfaß aus lichten Höhn, Ich schenke ein, ich schlürf', – o edler Tropfen! Ein Laster ist der Trunk, doch wunderschön … Schon leer? Just wo es anfängt, mir zu schmecken? Die zweite her! Hei, wie das schäumt und gleißt! Ich möcht' als Sybarit mal gründlich schlecken, Gleich dem Lukull, der bei Lukullus speist. Auch Nummer zwei geleert? So komm, du dritte, Du jungfräuliche Königin des Weins, heut' halt' ich es nach alter Vätersitte Und trinke eins und immer wieder eins. Bald