Erstes Kapitel
Der Müller war ein ganzer Mann, Er ließ nicht mit sich spaßen. Und banden Zehn sich mit ihm an, Sie mußten Haare lassen. Die Kirche im Grünen von Christ. Es war, wie bereits bemerkt, nach Sonnenuntergang, als Halbert Glendinning zur väterlichen Wohnung zurückkam. Zu Mittag wurde hier gegessen um zwölf Uhr, das Abendmahl fand zu dieser Jahreszeit etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang statt. Das Mittagsmahl war diesen Tag genossen worden, ohne daß Halbert dabei erschien; doch dieß war nichts Ungewöhnliches, denn die Jagd oder sonstiger Zeitvertreib machte, daß er oft die Stunden nicht einhielt. Seine Mutter, obwohl ärgerlich, wenn sie ihn nicht bei Tisch sah, war so sehr an seine gelegentliche Abwesenheit gewöhnt und so wenig im Stande, ihn zu größerer Regelmäßigkeit zu bringen, daß eine mürrische Bemerkung Alles war, was auf solche Nachlässigkeiten erfolgte. Dießmal jedoch stieg der Zorn der guten Dame Elspeth etwas höher als gewöhnlich, und zwar nicht bloß wegen des Schafskopfs und der Hammelsfüße und Fleischklöse und des Schöpsenbratens, mit welchem ihr Tisch besetzt war, sondern auch wegen der Ankunft eines wichtigen Mannes, Ruprecht Müllers, wie man ihn allgemein nannte, obwohl sein wahrer Name Happer war. Der Zweck des Besuchs von Seiten des Müllers im Thurm von Glendearg war, ungefähr so, wie es bei den Gesandschaften großer Herren an fremde Höfe der Fall ist, theils ein