Erstes Kapitel.Reise, Unfall, Abenteuer.
Wir werden diesen Abend auf keinen Fall mehr nach Straßburg kommen, Müller! ... Sag einmal dem Postillon, er solle auf die verfluchten Mähren lospeitschen. – Seit einer Stunde habe ich ihm das schon mehr als zwanzigmal gesagt, mein Oberst; aber er antwortet, wenn wir nicht alle drei den Hals brechen wollten, könne er nicht schneller fahren. – Heinrich wird nicht mehr in Straßburg sein, bis wir dort eintreffen. – Dann, mein Oberst, reisen wir ihm noch weiter nach. – Und holen ihn vielleicht nicht zeitig genug ein, um dem Unglück, das ich befürchte, zuvorzukommen! ... Wenn auch, so haben Sie sich wenigstens nichts vorzuwerfen, mein Oberst; denn wahrhaftig, seit den sechs Wochen, daß wir Tag und Nacht umherrennen von Framberg nach Straßburg, von Straßburg nach Paris, und von Paris wieder nach Framberg, sind meine Hosen so fest an meine Hinterbacken geklebt, daß ich mich genöthigt sehen werde, mein Oberst, in unserem ersten Absteigequartier mein zweites Gesicht zu zeigen. – Wenn nur wenigstens der Zweck unserer Reise erreicht würde! – Ach! wenn nur eine gute Flasche Wein da wäre, die Erstarrung von meinen Gliedern wegzuwaschen! ... Aber nein! ... Nicht einmal ein schlechtes Glas Landsturm zur Löschung meines brennenden Durstes! Oh! mein Oberst! für einen Andern würde ich eine solche Pein nicht so geduldig ertragen! – Bereust Du's, mir gefolgt zu sein, Müller? – Ich gehe mit Ihnen,