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Das Kastell im stillen Ozean

Wenn man eine Weltverkehrskarte zur Hand nimmt und seine Aufmerksamkeit dem Teile des Großen oder Stillen Ozeans zuwendet, der von der Westküste Südamerikas, dem Äquator, den Marquesasund Paomotu-Inseln und schließlich von dem 40. Grad südlicher Breite begrenzt wird, so wird man bemerken, daß auch nicht eine der regelmäßigen Dampferlinien diese Meeresgegend durchschneidet und daß in diesem Viereck nur zwei Inseln weitab von jeder anderen Küste liegen, – die Oster-Insel und das durch des Dichters Chamisso Gedicht berühmt gewordene Eiland Salas y Gomez (Chamisso besuchte es im Jahre 1816 bei Gelegenheit einer Weltumsegelung. Die einsame, nur vier Quadratkilometer große, von unzähligen Vogelscharen bewohnte Insel regte1 ihn zu seinem bekannten Gedicht „Salas y Gomez“ an). In der Tat gehört denn auch dieser Südostteil des Großen Ozeans zu den einsamsten und am seltensten von Schiffen aufgesuchten Meeresbreiten. Hierhin verirrt sich höchstens einmal ein Walfischfänger oder ein übelduftender Guanosegler, der alle drei bis vier Jahre auf den Vogelbrutinseln das gutbezahlte Düngemittel einsammelt. Und doch trieb an einem glühend heißen, windstillen Maitage etwa 100 Seemeilen nördlich von Salas y Gomez ein Boot mit einer kaum merklichen, nach Nordwesten gehenden Meeresströmung träge auf der spiegelglatten See dahin. Das Boot war fast zierlich aus Eichenholz gearbeitet, sauber gestrichen

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