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Das Kälberbrüten

Ein Fastnachtsspiel von Hans Sachs Die Personen in dem Spiel: Der Bauer Die Bäuerin Der Pfaff Im Jahre 1551, am 7. Tag des Oktober Die Bäuerin (tritt ein, redet mit sich selbst und spricht) Ach, was fang' ich Arme an. Ich hab einen liederlichen Mann, Verdrossen, lässig in allen Dingen, Ich kann ihn aus dem Bett nit bringen, So träg ist er und ganz mistfaul, Und schnarcht die ganze Nacht wie'n Gaul; Ich bat ihn, recht früh aufzusteh'n, Sagt', ich wollt in die Stadt heut' gehn, Möcht' Milch und Eier zur Stadt tragen; Ich stand früh' auf, eh' es wollt' tagen; Daß ich hinein käm in der Früh', Hab' schon gemolken meine Küh', War fertig schon zur Stadt zu geh'n, Mein Narr wollt' drum noch nit aufstehn, Nit wunder's wen, daß ich allein Vor Zorn drob sprang zu einem Stein; Ich will geh'n, ihn dem Schlaf entreißen, Dem faulen Strick noch manches heißen, Daß er dieweil tut's Haus versorgen. Der Bauer (kommt, gähnt auf, kratzt sich am Kopf und spricht) Alte, Alte, ein guten Morgen! Was tust du heut' so früh aufstahn? Die Bäuerin Kommst endlich in des Teufels Nam', Dacht', du kämst heut' nit aus dem Bett, Um ein Haar ich geweckt dich hätt', Daß deine Schwarten dir gekracht. Der Bauer Des hätt' ich mir bald g'nug gelacht. Ei, liebe Gret', 's ist frühe noch, Weil noch kein Hahn und Henn' abflog. Sag' mir, was ich so früh sollt' machen? Die Bäuerin Das tust du fauler Lätsch noch fragen? Wär'

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