Chapter

Das Haus in der Schlucht

Das Salzwasser habe es ihm angethan, erklärte Peter Seiling; er habe daher seinem Hause eine Lage gegeben, die es ihm ermögliche, vom Fenster aus das Meer zu betrachten. Mochte es immerhin befremden, daß er nicht in das nahe Fischerdorf zog, wo er manche geeignetere Stätte zu seinem Heim gefunden hätte, als in der einsamen, felsigen Schluchtmündung, so hatte doch Niemand Ursache, seine Angaben zu bezweifeln oder ihn deshalb in’s Gerede zu bringen. Denn er war nicht nur ein friedlicher Nachbar, sondern auch ein Mann, der für Alles, was er hier und dort entnahm, sofort baar bezahlte. Seine Nachbarschaft kam also zunächst dem kaum sechshundert Schritte entfernten Dorfe zu statten. War er außerdem ein Sonderling, so hatte er in seiner unabhängigen Lage vollkommenes Recht dazu, und an seine seltsamen Schrullen, zu welchen in erster Reihe ein scharf ausgeprägter Hang zur Einsamkeit zählte, der zuweilen wiederum von einer gleichsam krankhaften Sucht nach lebhaftem Verkehr unterbrochen wurde, gewöhnte man sich bald genug. Man bewies seinen Launen sogar eine gewisse Achtung, indem Niemand ihn in seinem Winkel behelligte, dagegen hieß man ihn willkommen, so oft er sich den zum Garn-Legen oder -Einholen aussegelnden Fischern in seinem eigenen Boote anschloß. Letzteres geschah trotz seines vorgerückten Alters mit einer Sicherheit und Gewandtheit, wie sie nur in langjährigem schwerem

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