Chapter

Erstes Kapitel Tom Pick und die beiden Kojoten

Durch die weiten Prärien, die sich nördlich der Guadalupe-Berge bis zu den Südausläufern der Jikarilla-Höhenzüge hinziehen, trabte an einem schwülen Sommerabend ein einzelner Reiter, der einen Falben ritt und so tief herabgebeugt im Sattel saß, dass man sofort vermuten musste, er wolle eine bei der zunehmenden Dunkelheit nur noch undeutlich sichtbare Fährte nicht aus den Augen verlieren. Der Reiter war mittelgroß, kräftig und hatte ein offenes, von einem dunkelblonden Bart umrahmtes, stark gebräuntes Gesicht. Seine Kleidung war einfach und praktisch: ein Jagdrock aus gegerbtem Hirschleder, darunter ein graublaues Wollhemd, Hosen aus sehr derbem Leinenstoff, lange Stiefel mit weichen Schäften und ein zerknitterter und verwitterter dunkler Filzhut von unbestimmter Farbe. In dem breiten Ledergurt steckte außer Messer und kleinem Handbeil eine doppelläufige Pistole. Quer über den Sattel aber hielt der Reiter eine sehr schwere, einläufige Büchse von jener Art, die unter dem Namen Kentuckybüchsen berühmt waren. Der Falbe war bereits recht abgetrieben. Sein Herr spornte ihn jedoch durch leise Zurufe immer wieder an. Als das Pferd aber mehrmals vorn einknickte, mochte der Reiter wohl einsehen, dass das brave Tier wirklich vollkommen erschöpft war, stieg ab und schritt zu Fuß weiter. Der Falbe folgte ihm ganz von selbst und rupfte nun hier und dort im Gehen ein paar Grashalme ab. An

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