1. Kapitel: Das mächtige Tier
Das mächtige Tier, das da unten zwischen den Klippen und Riffen und Steinblöcken des Buchtstrandes im lauen Sonnenschein sich ruhelos hin und her schob, als ob es die drohende Gefahr unklar witterte, machte nun in seinen schwerfälligen Bewegungen sekundenlang halt und drehte den rüsselbewehrten Kopf nach der Landseite zu und schien auch den Büchsenlauf erspäht zu haben, der droben auf der Felskanzel der Steilküste eilends zurückgezogen wurde. Mit verblüffender Schnelligkeit schob es den spindelförmigen Leib hinter einen der vielen dunklen Basaltklötze und kam nicht wieder zum Vorschein. Das Tier war ein männlicher junger See-Elefant, also ein Angehöriger jener Robbenart, die ausgewachsen bis zu acht Meter lang wird. Träge, überfette Gesellen sind es, diese Seesäuger, und nur zur Paarungszeit befällt sie ein Mut, eine Angriffslust und eine Kampfesfreude, die dann die rüsselartige Verlängerung ihrer Schnauze seltsamerweise etwa wie die Haube einer gereizten Brillenschlange anschwellen läßt. Schön sind sie nicht, diese Rüsselburschen aus der Familie der Robben, aber ihr Fell liefert nun einmal vorzügliches Stiefelleder, und so ungern ich gerade diese immerhin selten gewordenen Tiere abschieße, – der Elefantenjüngling dort hätte trotz der eigentümlichen Begleitumstände eins auf den Pelz gebrannt bekommen, wenn nicht … Ja, wenn nicht …! Was hatte mich eigentlich davon abgehalten,