Erstes Kapitel
Das war nun einmal nicht anders. Vor reichlich sechzig Jahren standen die Städte an der finnischen Westküste, von Abo bis nach Uleaborg, an der Spitze des Handels und der Schiffahrt. Finnlands große Marktplätze waren damals noch nicht Rußland, vielmehr Schweden, Dänemark, Deutschland und das westliche Europa, und zu den Häfen dieser Länder war von der Westküste aus der nächste Weg. Während die Industrie noch nicht über die ersten Anfangsgründe der Entwicklung hinausgekommen war und der Landmann seinen Acker noch nach alter Väter Weise bearbeitete, hatten Handel und Schiffahrt sich zu einer bisher unbekannten Blüte aufgeschwungen und brachten von den Ländern des Westens viel Gold nach Hause, weniger durch die dürftige Handelsbilanz von Export und Import, die stets mit einem minus schloß, als durch die Fracht, die von einem Hafen der Welt nach dem andern gebracht wurde; hier lag das Geheimnis des plus, das die größeren Ausgaben deckte und in den Händen einzelner ein bedeutendes Vermögen anhäufte. Schon von der Zeit an, da die westlichen Städte Stapelfreiheit erhielten, nämlich im Jahre 1765, sah man dort eine Art Kaufmanns-Aristokratie erblühen, die mit jedem Jahre an Macht und Ansehen zunahm. Dem Reichtum aber folgte Übermut, der Macht ein Eifern um den Vorrang, daher man auch hier wenigstens etwas von den innern und äußern Kämpfen sehen konnte, welche gegen Ende des