Chapter

Das Glück von Colonrock

Westlich vom schottischen Festlande liegen die beiden Inseln Colonsay und Oronsay, nur durch eine schmale Wasserstraße von einander getrennt, welche so wenig tief ist, daß man bei Ebbe von einer Insel zur anderen laufen kann, ohne sich den Fuß zu netzen. Von Colonsay erstreckt sich eine zwei englische Meilen lange Landzunge in's Meer hinaus. Sie ist sehr niedrig, oft spielen die Wellen darüber weg, bei hohem Wasserstand verschwindet sie ganz, und dann sieht nur noch der äußerste Theil der Landzunge gleich einer Klippe aus dem Wasser. Colonrock, d. h. Colonfelsen, ist dieser dem Element trotzende Punkt genannt worden. Hier stand des Fischers Patrik kleine Hütte. Warm und sicher war sie gebettet zwischen mächtigen Blöcken, die das Dach noch überragten und die kalten Nordstürme abfingen. Patrik's Vater hatte hier gewohnt, sein Großvater, vielleicht auch schon der Urahne, und nie war eine Woge, wenn das Meer auch noch so wüthend, über Colonrock und seine Bewohner weggegangen. Patrik kehrte mit seinem vierzehnjährigen Sohne vom Fischfang zurück und kettete in der kleinen Bucht den Ewer an den Ring, welcher sich an der in den Grund gerammten Eisenstange befand, so daß sich das Boot mit Ebbe und Fluth frei senken und heben konnte, während Timmy es mit zwei lang ausgestreckten Seilen noch besonders am Ufer befestigte. Mit schwerem Herzen waren sie heute Morgen zum Tagewerk gefahren,

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